• Nach Schokolade ins Gefängnis?

    Neulich habe ich über eine erstaunliche Studie gelesen: Englische Psychologen haben herausgefunden dass Kinder die viel Süßigkeiten essen als Erwachsene häufiger im Gefängnis enden. Die große Frage nun: Machen Süßigkeiten wie Schokolade Leute gewalttätig?

    Vorweg: wohl kaum, aber lasst mich erst einmal über die Studie berichten.

    Wissenschaftler von der Cardiff Universität in England nahmen in den 70/80iger Jahren den Süßigkeitskonsum von 17000 zehnjährigen Kindern genauer unter die Lupe. Rund 25 Jahre später wurde dann erhoben wie viele von den damaligen Teilnehmern an der Studie wegen Gewalttaten mit dem Gesetz in Konflikt gekommen waren. Ergebnis: Rund 69 % der Teilnehmer, die als Zehnjährige täglich Süßigkeiten aßen waren im Alter von 34 Jahren bereits wegen Gesetzesverstöße die körperliche Gewalt beinhalteten verurteilt worden. Von den Versuchsteilnehmern, die als Erwachsene keine legalen Probleme wegen Gewalt hatten, hatten nur 42 % als Kinder täglich Süßigkeiten gehabt. Dieser Unterschied ist groß genug um wissenschaftlich als signifikant zu gelten.

    Trotzdem Vorsicht: man kann jetzt nicht einfach hergehen und sagen, dass Süßigkeiten die Ursache für gewalttätiges Verhalten sind und daher Eltern den Rat geben, alles was Zucker enthält vom Speiseplan zu streichen.

    Das Ziel ist nun herauszufinden was die Ursache für die Beziehung zwischen Konsum von Süßigkeiten und aggressivem Verhalten ist. Die Wissenschaftler vermuten zum Beispiel dass manche Eltern sich einfach Wohlverhalten ihrer Kinder mit Süßigkeiten erkaufen und die Kinder dadurch lernen dass für alles sofort eine Belohnung da sein muss. Es gibt natürlich auch andere Hypothesen.

    Ich persönlich halte es für möglich, dass Kinder, die vom Temperament her recht impulsiv sind wahrscheinlich in Bezug auf Süßigkeiten weniger Selbstkontrolle haben und als Erwachsene auch weniger Selbstkontrolle bei Konflikten mit anderen. Mangelnde Selbstkontrolle koennte also die Grundursache sein.

    Man darf auf weitere Forschungen in diesem Gebiet gespannt sein .

    Mehr über den Originalartikel auf Christiane’s Coaching Webseite

  • Bilingual: Kann eine Sprache abgeschalten werden?

    Je selbstverständlicher ich englisch spreche (und mittlerweile auch auf Englisch denke), desto häufiger passiert es mir dass sich gelegentlich deutsche Worte einschleichen und ich merke es nicht einmal. Vor kurzem hat mich mitten in einem Seminar am College eine Studentin auf Deutsch angesprochen, und mir ist zunächst überhaupt nicht aufgefallen, dass ich nahtlos von englisch auf Deutsch übergewechselt bin. Erst nach einer Weile habe ich mich gefragt ob da nicht gerade irgendetwas ungewöhnlich war und es hat eine Zeit gedauert bis mir gedämmert war dass ich gerade kurzfristig einmal deutsch gesprochen hatte.

    Psychologen fragen sich schon längere Zeit wie das Gehirn mit der Kenntnis von zwei Sprachen umgeht. Gibt es ein einziges Sprachzentrum im Gehirn oder gibt es getrennt Zentren? Wie funktioniert es, dass man hin und her wechseln kann? Ist es möglich nur eine Sprache zu aktivieren und die andere abzuschalten?

    Holländische Psychologen haben jetzt herausgefunden, dass Leute, die bilingual sind, im Gehirn beide Sprachen gleichzeitig aktiv haben und nicht jeweils eine Sprache abschalten - was mein Sprachen-mix erklärt. Die holländische Studie hat außerdem gezeigt, dass Worte die in ähnlicher Form in beiden Sprachen vorkommen sogar schneller vom Gehirn verarbeitet werden als Worte die nur in der Muttersprache vorkommen. Offensichtlich unterstützt die Fremdsprache hier sogar das Verständnis der Muttersprache.

    Bilinguals Are Unable To 'Turn Off' A Language Completely, Study Shows
    ScienceDaily (2009-08-19) -- With a vast majority of the world speaking more than one language, it is no wonder that psychologists are interested in its effect on cognitive functioning. For instance, how does the human brain switch between languages? Are we able to seamlessly activate one language and disregard knowledge of other languages completely? ... > read full article

  • Free Pizza für mehr Arbeitszufriedenheit

    Kürzlich habe ich hier (USA) in der Zeitung gelesen, dass Firmen ihre Mitarbeiter mit kostenlosen Mittagessen oder Kaffee und Kuchen verwöhnen um sie bei Laune zu halten.

    Viele dieser Firmen mussten wegen der schlechten Wirtschaftslage Mitarbeiter entlassen und die verbleibenden fühlen sich doppelter Belastung ausgesetzt: Zum einen die Angst, bei der nächsten Entlassungsrunde auch dabei zu sein, zum anderen der gestiegene Arbeitsdruck weil die gleiche Arbeit nun auf weniger Leute aufgeteilt wird.

    Er herrscht daher gedrückte Stimmung in vielen Firmen. Die von den Mitarbeitern gefühlte Arbeitsplatzunsicherheit führt außerdem dazu, dass etliche sich mit einem Auge nach neuen Jobs umschauen. Aus diesem Grund suchen viele amerikanische Firmen nun nach neuen Wegen dem Rest der Mannschaft Wertschätzung zu zeigen und die Mitarbeiter dadurch an die Firma zu binden.

    Ich bin mir nicht so sicher ob das wirklich funktioniert. Ich denke, wenn jemand Angst hat auch bald entlassen zu werden und glaubt einen stabileren Job bei der Konkurrenz zu bekommen, dann wird er/sie die Gelegenheit nutzen – und keine kostenlose Pizza kann das ändern. Auf der anderen Seite, wenn jemand mit Job und Firma zufrieden ist, dann wird er/sie bleiben – auch ohne Pizza.

    Die Stimmung wird eine solche free Pizza allerdings vielleicht schon verbessern und wenn nur für einen Tag. Und das schadet ja wohl nicht.

    Was meint ihr dazu? Was könnte eure Firma tun um euch in dieser schlechten Wirtschaftslage bei guter Laune zu halten?

  • Inspiration zum Tag

    Inspiration

  • Von Zielen und Hindernissen

    In einer Zeitung habe ich neulich das folgende Zitat gelesen: “Obstacles are those frightful things you see when you take your eyes off your goal.” - Henry Ford (Amerikanischer Industrieller, 1863-1947)

    (Frei übersetzt: Hindernisse sind die schrecklichen Dinge, die man sieht wenn man nicht mehr nur auf das Ziel schaut.)

    Mir gefällt dieses Zitat so gut, weil es eigentlich in einem Satz die Aufgabe meines Berufstandes (Life Coach) zusammenfasst. Ein Life Coach hilft Leuten, die ihr Ziel aus den Augen verloren haben, es wieder zu finden und dann Hindernisse zu bewaeltigen.

    Manchen Leuten fällt es leichter als anderen, das große Ziel immer im Auge zu behalten und konzentriert daraufhin zu arbeiten. Andere halten es mehr mit einem anderen Sprichwort: Der Weg ist das Ziel (und verirren sich dann vielleicht) und wieder andere gehen los ohne klares Ziel vor Augen oder, im schlimmsten Fall, gehen nicht einmal los weil sie vor lauter Hindernissen und Schwierigkeiten überhaupt kein Ziel sehen können bzw. wie gelähmt sind.

    Mein jüngerer Sohn gehört leider zur letzten Gruppe. Bevor er etwas Neues anfängt, zählt er mir erst einmal auf, welche Schwierigkeiten es gibt und warum es unmöglich verwirklicht werden kann was er da tun soll (gleich ob Schulprojekt oder neue Sportart). Dahinter steckt eigentlich nur Angst. Er empfindet das Projekt, was immer es ist, als zu komplex und undurchschaubar und daher wird dann gleich einmal zugemacht und aufgegeben.

    Das Einzige was in einer solche Situation hilft , ist das Projekt für ihn in kleinere Unterziele aufzusplittern und ihn zu ermuntern, diese Ziele „step by step“ anzugehen. Selbst wenn er dann erfolgreich unterwegs ist, mag er gar nicht an das große Ziel erinnert werden, weil er sich dann sofort wieder überfordert fühlt.

    Zum Ziel

    Manche Sachen wie Start einer neuen Sportart, kann man nicht in Unterziele aufteilen. Da muss dann eine zeitliche Begrenzung her, wie „Versuch’s einmal für zwei Wochen und dann reden wir noch einmal darüber“. Im Normallfall sind die Anfangsängste nach der Zeit weg und dann kann er erst wirklich beurteilen, ob es ihm Spaß macht oder nicht.

    Und hier noch einmal ein passendes Zitat von Henry Ford, gewidmet meinem Sohn und allen, die so sind, wie er:
    “Life is a series of experiences, each of which makes us bigger, even though it is hard to realize this. For the world was built to develop character, and we must learn that the setbacks and grieves which we endure help us in our marching onward.”(Sinngemäße Zusammenfassung: Das Leben besteht aus einer Reihe von Erfahrungen, und jede macht uns grösser und stärker, auch wenn man es nicht immer realisiert. Es geht darum Charakter zu entwickeln, und all die Rückschläge und Verletzungen, die wir aushalten müssen, helfen uns, uns weiterzuentwickeln.)

    Am Ziel

  • Kauf Dir Happiness

    Du meinst das geht nicht? Man kann Glück nicht mit Geld erwerben? Nun, der Psychologe Ryan Howell von der San Francisco State University ist hier anderer Meinung: Nach Auswertung seiner Studie, an der 154 Leute im Alter von 19 bis 50 Jahren teilnahmen, ist er zur Ansicht gekommen, dass Glück doch käuflich erwerbbar ist – man muss sein Geld nur richtig einsetzen.

    Laut der Studie darf man sein Geld eben nicht für materielle Dinge „verschwenden“. Wer ein paar extra Scheinchen übrig hat sollte stattdessen Erlebnisse und Erfahrungen kaufen: Kinokarte, Essen mit Freunden im Restaurant, Bowling, Theater, Ausborgen eines Segelbootes, Wochenendausflug oder Urlaub. Die meisten solcher Aktivitäten werden normalerweise zusammen mit anderen Leuten ausgeführt, was das menschliche Urbedürfnis nach sozialen Beziehungen befriedigt. Darüber hinaus berichteten die Teilnehmer an der Studie, dass sie sich durch die Aktivitäten und Erlebnisse lebendiger und gluecklicher fühlen und danach noch lange von den positiven Erinnerungen zehren würden.

    Schlussfolgerung Howells: Wer anderen wirklich eine Freude machen will, sollte zu Geburtstagen oder anderen Anlässen „Erfahrungen“ verschenken, also einen Restaurantgutschein, Theaterkarten oder Tickets für ein Fußballspiel und dergleichen.

  • In Rezession Frauen glücklicher als Männer

    Wir haben das alle wahrscheinlich schon ein dutzendmal gehört: Glück kann man nicht mit Geld kaufen.

    Diese Weisheit dürfte allerdings bei vielen Männern bei einem Ohr hinein und beim anderen gleich wieder hinausgegangen sein. Eine internationale Online-Umfrage der Nielsen Company, an der fast 30 000 Menschen in 51 Ländern teilgenommen haben, hat nämlich ergeben, dass die Mehrheit der männlichen Teilnehmer Glücklich sein mit dem Zustand der finanziellen Situation gleichsetzen.

    Für Frauen dagegen ist Lebensglück primär abhängig von nicht-finanziellen Werten: Für sie sind gute Beziehungen mit Freunden, der Familie und am Arbeitsplatz mit Kollegen und Vorgesetzten wichtiger als der schnöde Mammon. Frauen sind daher selbst in der jetzigen Rezession glücklicher als Männer: In 48 der 51 Staaten hatten die weiblichen Teilnehmer die Nase vorn in punkto Glück und zeigten sich optimistischer als Männer was die nähere Zukunft betrifft.

    Als Kriterien für Lebensglück kristallierten sich weltweit gesehen vier Hauptfaktoren heraus: Neben der finanziellen Situation die geistige und körperliche Gesundheit, der Beruf und die Qualität der Partnerbeziehung.

    Mehr Detailinformationen über diese Studie auf Christiane’s Webseite.

    Eine andere, ebenfalls kürzlich veröffentliche Studie erklärt, dass man doch vielleicht Glück mit Geld kaufen kann – sofern man es nur richtig ausgibt. Darüber dann das nächste Mal mehr.

  • Glueckliche Schnelldenker

    An langen, grauen und kalten Wintertagen fuehlt man sich bald einmal etwas miserabel. Wissenschafter der Universitaeten Princeton und Harvard haben jetzt eine einfache Methode zur Stimmungsaufhellung entdeckt: Schnelldenkuebungen.

    In einer Serie von sechs Experimenten wurden Versuchspersonen aufgefordert, so schnell wie moeglich verschiedene Loesungen fuer ein Problem zu finden, oder sie mussten eine Liste von Ideen am Computer runterlesen und andere Uebungen dieser Art. Nach den Uebungen berichteten die Teilnehmer, dass sie sich positiver, creativer und auch energiegeladener fuehlten.

    Die Forscher erklaeren die Stimmungsverbesserung unter anderem mit der menschlichen Erwartungshaltung. Die meisten Menschen wuerden annehmen, dass jemand der gut drauf ist, auch gut und schnell denken kann. Macht man nun die Erfahrung, dass man selber schnell denkt, dann wird der Umkehrschluss angewendet: "ich denke schnell, ergo ich bin gut drauf". Zusaetzlich vermuten die Forscher aufgrund der Studienergebnisse, dass beim Schnelldenken der Neurotransmitter Dopamin im Gehirn freigesetzt wird, welcher massgeblich am seelischen Wohlgefuehl beteiligt ist.

  • 6 Tipps gegen das Wintertief

    Für viele Menschen ist es im Moment die fürchterlichste Zeit im Jahr: Draußen ist es kalt und ungemütlich, oft mit grauem Himmel und wenig Sonne. Das drückt auf die Stimmung und man fühlt sich lustlos, müde, ohne Energie und manche Leute essen auch zu viel.

    Wer diese Symptome jeden Winter recht ausgeprägt fühlt, sollte vielleicht einmal mit einem Arzt darüber sprechen weil es sich um eine sogenannte Winterdepression (saisonal affektive Störung; engl: Seasonal Affective Disorder – SAD) handeln könnte.

    Bei leichteren Stimmungsveränderungen bedingt durch das graue, trübe Wetter helfen aber auch schon „Hausmittelchen“.

    Hier sind 6 Tipps um über das Wintertief zu kommen:
    1. „Du bist was du isst“. Achte besonders auf gute Nahrung: viel Obst und Gemüse, wenig Zucker (obwohl viele Leute im Winter einen besonderen Heißhunger auf Schokolade verspüren) , viel Nüsse, mageres Fleisch und Fisch.

    2. Statt romantischem Essen bei Kerzenlicht, hole besser die Halogenstrahler raus. Scherz beiseite, helles Licht hebt die Stimmung. Wer mag, kann sogar spezielle Lichttherapie Lampen kaufen.

    3. Sport ist kein Mord. Gerade wenn es draußen ungemütlich ist, fällt es schwer sich zu sportlicher Betätigung aufzuraffen. Untersuchungen beweisen allerdings, dass Sport die Gehirndurchblutung und die Ausschüttung von „Gutfühl“ Neurotransmittern positiv beeinflusst. Es genügt oft schon jeden Tag rund eine halbe Stunde im flotten Schritt spazieren zu gehen.

    4. Triff dich mit Freunden. Lade ein zum Essen oder plant gemeinsame Unternehmungen: Eislaufen, Konzert, wandern, Bowling,......

    5. Umgib dich mit schönen Dingen und guter Musik. Kauf dir Blumen oder hol das beste Geschirr raus für ein einfaches Abendessen. Verwöhn dich selbst mit kleinen Dingen: Kino, neue Frisur oder plan den nächsten Sommerurlaub.

    6. Nimm dir ein Projekt vor. Etwas, was du schon immer einmal machen wolltest: Ein Bild malen, deine Fotos in Alben einordnen, alle Schubladen aufräumen, das Wohnzimmer neu ausmalen oder einen Kochkurs belegen.

    Je aktiver du bist und je mehr du unternimmst, desto schneller vergeht die Zeit. Sind ja nur noch ein paar Wochen bis zum Fruehling.

  • Gerader Rücken, Schultern zurück und Kinn hoch

    Gerader Rücken, Schultern zurück und Kinn hoch - und schon ist man am Weg zu Optimismus und Lebenszufriedenheit. Das habe ich zumindest heute in einer Zeitung gelesen, die sich in dem Artikel auf Studien in England, Frankreich und hier in den USA beruft.

    Demnach gibt es einen deutlichen Zusammenhang zwischen Koerperhaltung und Stimmung. Darueber diskutiert wird jetzt, ob die Grundlage dafuer ein internes Zusammenspiel von Neuronen, die fuer Sensationen, Bewegung und Emotionen verantwortlich sind, ist. So nach dem Motto, der Akt des Laechelns allein kann das Gefuehl ausloesen, dass man normalerweise beim laecheln empfindet. Die alternative Erklaerung waere, dass Menschen mit aufrechter Koerperhaltung einfach mehr Optimismus und Selbstvertrauen ausstrahlen und dadurch positivere Reaktionen der Umwelt provozieren und diese dann wiederum die Laune des "Aufrechten" verbessern.

    Was auch immer der Grund ist: Wenn's schieflaeuft, Kopf hoch und laecheln - und es geht schneller wieder bergauf.

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